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Das Umsatzsteuerrecht mit direktem Bezug zur vollstreckungsrechtlichen Abgabenordnung ist hochkomplex. Die Schwerpunkte liegen auf den strengen formellen Voraussetzungen des Vorsteuerabzugs bei fehlerhaften Rechnungen, der nicht steuerbaren Geschäftsveräußerung im Ganzen (GiG) und den gefürchteten Haftungsbescheiden.

Aufgabe 1.1

Bauunternehmer U macht Vorsteuer aus einer teuren Lkw-Rechnung ohne Rechnungs- und Steuernummer geltend.

Welche strengen formellen Anforderungen stellt das Umsatzsteuergesetz an ordnungsgemäße Rechnungsdokumente, um den Vorsteuerabzug zu rechtfertigen?
Aufgabe 1.2

Die materiellen Voraussetzungen der Leistungserbringung für das Unternehmen des U sind zweifelsfrei erfüllt.

Kann der Vorsteuerabzug trotz offensichtlicher formeller Rechnungsmängel ausnahmsweise nach der neueren, gewandelten Rechtsprechung des BFH gewährt werden?
Aufgabe 1.3

Eine bewusste Steuerhinterziehung seitens des Unternehmers liegt in diesem Fall nachweislich nicht vor.

Verpflichtet die europarechtliche Auslegung des EuGH das Finanzamt, den materiell gerechtfertigten Vorsteuerabzug auch bei fehlerhaft ausgestellten Rechnungen zwingend und umgehend zuzulassen?
Bald verfügbar

U verkauft seinen gesamten Speditionsbetrieb nahtlos und in einem einheitlichen Akt an den Konkurrenten K.

Stellt die komplette Veräußerung inklusive Fuhrpark und Kundenstamm umsatzsteuerlich eine nicht steuerbare Geschäftsveräußerung im Ganzen dar?
Bald verfügbar

U weist auf der Abschlussrechnung für den Betriebsverkauf fälschlicherweise 19 Prozent Umsatzsteuer aus.

Ist der Erwerber K rechtlich berechtigt, diese unberechtigt ausgewiesene Steuer direkt als Vorsteuer vom Finanzamt in seiner Voranmeldung erstattet zu verlangen?
Bald verfügbar

Eine Geschäftsveräußerung im Ganzen ist umsatzsteuerlich zwingend nicht steuerbar.

Muss K zivilrechtlich von U eine korrigierte Rechnung verlangen, statt die irrtümlich abgeführte Umsatzsteuerschuld aus dem Unternehmensverkauf beim Fiskus geltend zu machen?
Bald verfügbar

U führt die unberechtigt ausgewiesene Umsatzsteuer nicht ab und geht kurz darauf in die Insolvenz.

Erlässt das Finanzamt einen rechtmäßigen und vollstreckbaren Haftungsbescheid gegen den Betriebsübernehmer K wegen der ausstehenden steuerlichen Forderungen des Verkäufers?
Bald verfügbar

Die steuerliche Inanspruchnahme durch Haftungsbescheide nach der Abgabenordnung erfordert strenge Prüfung.

Haftet der neue Erwerber K zwingend für die vor der Betriebsübergabe entstandenen betrieblichen Steuern des insolventen Vorgängers U im Rahmen der Geschäftsveräußerung?
Bald verfügbar

Die unrechtmäßige Steuerschuld des U steht im direkten zeitlichen Zusammenhang mit der Betriebsübergabe.

Erfüllen die weitreichenden Haftungsfolgen für den Erwerber die materiellen gesetzlichen Voraussetzungen des § 75 AO für einen wirksamen finanzbehördlichen Haftungsbescheid?